Funktionsmeister (-system)
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Definition
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Form der Mehrlinienorganisation mit Mehrfachunterstellung der Ausführungskräfte unter acht Funktionsmeister nach F. Taylor.

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Das Funktionsmeistersystem wurde von Frederik Taylor, dem Begründer der "Wissenschaftlichen Betriebsführung" (1856-1915) in den USA entwickelt. Von ihm erstmals durchgeführte Arbeitsstudien ergaben, dass die Arbeitskräfte genaue Anweisungen für die Ausführung der Arbeit und einen genau auf ihre jeweilige Tätigkeit zugeschnittenen Arbeitsplatz und Werkzeuge benötigen, um optimale Leistungen zu erbringen. Unter den Gegebenheiten in den USA erschien es nicht möglich oder sinnvoll, einen einzigen "Meister" mit der erforderlichen Arbeitsgestaltung, Anleitung, Steuerung und Überwachung zu betrauen. ("Meister" im Sinne der deutschen beruflichen Qualifikation gab es in den USA nicht.)

Deshalb übernahm er das Prinzip der Spezialisierung auch für die Vorgesetztenfunktion und entwickelte eine System von acht Funktionsmeistern:

Funktionsmeistersystem nach F. Taylor
1. Arbeitsverteiler route clerk
2. Unterweisungsbeamter
instruction clerk
3. Kosten- und Zeitbeamter cost and time clerk
4. Verrichtungsmeister gang boss
5. Geschwindigkeitsmeister speed boss
6. Prüfmeister inspector
7. Instandhaltungsmeister repair boss
8. Aufsichtsbeamter shop disciplinarian

Das Konzept in der von Taylor vorgeschlagenen Struktur hat sich nicht durchgesetzt, das Prinzip der fachlichen Spezialisierung der Vorgesetzten ist dagegen gängig, auch in der öffentlichen Verwaltung z.B. durch die Trennung in Fach- und Dienstvorgesetzte, besondere Ausbilder, besondere operative Funktionen durch "Beauftragte" oder beim Militär Waffenwart usw. »Mehrlinienorganisation

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© Copyright: Dr. Burkhardt Krems, Köln, 2009-12-09