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1. Definition
| "Best Practice" heißt: Mit Stolz abkupfern. |
Best practice ist ein pragmatisches Verfahren. Es systematisiert vorhandene Erfahrungen erfolgreicher Organisationen (oft auch von Konkurrenten) oder Anwender usw., vergleicht unterschiedliche Lösungen, die in der Praxis eingesetzt werden, bewertet sie anhand betrieblicher Ziele, und legt auf dieser Grundlage fest, welche Gestaltungen und Verfahrensweisen am besten zur Zielerreichung beitragen.
Bei der Verwendung dieses Instruments ist von entscheidenden Bedeutung ausreichend zu prüfen, ob die hervorragende Lösung auch unter den Bedingungen der eigenen Organisation entsprechende Wirkungen haben wird. (Mehr dazu ...)
Pragmatischer, weil auf die Auswahl einer einzigen "richtigen" Lösung
verzichtend, ist good practice.
| 2. | Weitere Informationen |
Wichtige Elemente sind also:
Hilfreich kann es sein, darauf zu verzichten, "die" (einzige) beste Lösung zu suchen, sondern statt dessen bewährte Lösungen zu prüfen, was sie zur Verbesserung beitragen können: good practice.
Die Bewertung als "good practice" setzt voraus, dass analysiert
worden ist, worin sich die erfolgreichen von den weniger erfolgreichen Gestaltungen
unterscheiden, und welche Ursache-Wirkungs-Beziehungen bestehen. Negativ-Beispiel:
die Diskussion nach der Bildungsstudie PISA, in der das gute Abschneiden von
Finnland als Folge des dortigen Schulsystems oder bestimmter schulorganisatorischer
Gestaltungen gesehen wurde, obwohl andere Länder mit gleicher Schulorganisation
wie Finnland ebenfalls schlechte Bildungsergebnisse erreichten[FN1]. ![]()
Bei der Verwendung von best practice gibt es Kriterien, die die Verwertbarkeit erleichtern und vor möglichen Fehlern bewahren können, siehe den besonderen Beitrag zu Best-Practice-Kriterien.
| [1] | Das wird gut herausgearbeitet in dem Beitrag von Ludger Wößmann: Familiärer Hintergrund, Schulsystem und Schülerleistungen im internationalen Vergleich. In: Aus Politik und Zeitgeschichte, B 21-22/2003, S. 33-38, http://www.bpb.de/files/J5B0W9.pdf (2003-10-12). |
| © Copyright: Prof. Dr. Burkhardt
Krems, Köln, 2009-12-09 |