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Haushalt
öffentlicher Haushalt: die finanzielle Ausstattung und die
Regelung der finanziellen Mittel eines Trägers der öffentlichen Verwaltung;
privater Haushalt (auch: "Haushaltung"): private Wirtschaftseinheit
zur Deckung des individuellen Eigenbedarfs, im Unterschied zum Betrieb,
der die Deckung von Fremdbedarf anstrebt.
Hawthorne-Effekt
Der - unbeabsichtigte - Einfluss, den die Beobachtung von Menschen im
Arbeitsprozess auslöst und der es erschwert, gültige Aussagen über das menschliche
Arbeitsverhalten zu gewinnen; z. B.: die Arbeitsleistung im Schreibdienst
steigt während der Sammlung von Schriftgut für eine Schriftgutanalyse - obwohl
keine Überprüfung der Arbeitsleistung erfolgt; Bezeichnung geht zurück
auf Experimente zur Erforschung des Einflusses der Arbeitsbedingungen auf die
Arbeitsleistung in den Hawthorne-Werken in den USA Ende der 20er Jahre.
Herstellungswert »Anschaffungswert
Hierarchie
Rangordnung, ein System von Über- und Unterordnungsverhältnissen; org.:
die Hierarchie der Stellen.
Ideenmanagement
Management des Potenzials der Mitarbeitenden für Innovationen,
d. h. die Umsetzung von neuen Ideen, auch als Vorschlagswesens bezeichnet.
Es umfasst insbesondere Verfahren für das Einreichen von Ideen (bei wem,
wie), die Bewertung der Ideen und Anreize (Prämien und nicht-materiellen
Anerkennung) usw. Dazu hat die Bundesregierung einer "Rahmenrichtlinie für ein modernes Ideenmanagement vom 1. Januar 2002" verabschiedet, die im Internet nicht auffindbar ist, laut "Bericht der Bundesregierung 2008 zur Anwendung des
Standardkosten-Modells und zum Stand des Bürokratieabbaus" wird das Ideenmanagement evaluiert und dann ggf. weiterentwickelt. Zum Ideenmanagement in der Ländern
siehe z. B. in NRW die Richtlinien
für das Ideenmanagement NRW,
veröffentlicht vom Innenministerium, 2001.
IGC
International
Group of Controlling, "eine internationale Kooperation der auf dem
Gebiet der Aus- und Weiterbildung sowie der Forschung und Entwicklung im Controlling
tätigen Institutionen" (§ 2 Abs. 1 der Satzung) mit Sitz in St.
Gallen, Schweiz. Website
der IGC
IIAS / IISA siehe Internationales Institut für Verwaltungswissenschaften
IKO-Netz der KGSt
realisiert interkommunale Vergleiche (horizontales Benchmarking)
in Vergleichsringen (problemspezifisch von interessierten Mitgliedern gegründet)
als Instrument zur Verbesserung von Effizienz
und Effektivität der kommunalen Verwaltung,
indem es diese unterstützt, berät und begleitet, vor allem aber Software und
eine Datenbank dafür zur Verfügung stellt. Externer
Link zum IKO-Netz
ILO - International Labour Organization
Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit dem Ziel der Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen aller Menschen. Dazu sollen internationale Arbeits- und Sozialnormen definiert und durchgesetzt werden. Die ILO wurde 1919 gegründet, seit 1946 ist sie Sonderorganisation der UN. Sie umfasst 182 Mitgliedstaaten.
IMF - International Monetary Fund
(deutsch: Internationaler Währungsfonds, IWF): eine Sonderorganisation
der Vereinten Nationen mit Sitz in Washington, USA. Der IMF wurde 1944 im Rahmen
der Beschlüsse der Konferenz in Bretton Woods, USA, zum Weltwirtschaftssystem
gegründet. Aufgabe des IWF ist es, die gesamtwirtschaftliche Stabilität
in seinen 184 Mitgliedstaaten und in der Weltwirtschaft zu fördern. Er
ist eine Schwesterorganisation der Weltbank-Gruppe. Im Rahmen seiner Tätigkeit
engagiert sich der IMF auch für Good Governance
und das öffentliche Haushalts- und Rechnungswesen. Externer
Link zum IMW
Impact
Reaktion der Zielgruppen auf Leistungen/Output oder
auf die (objektiven) Wirkungen/Outcome der Leistungen.
Nicht einheitlich verwendeter Begriff, der die "subjektive" Wirkung / die subjektive Seite des Outcome darstellt. Beispiele:
Die Differenzierung des Systemmodells wird z. B. in der Schweiz im Konzept der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung verwendet und hat Auswirkungen auf die Zielstruktur (s. Zielfelder/Ziele).
Zum Teil wird eine Kausalbeziehung Output --»Impact --»Outcome angenommen: Leistung/Output beeinflusst das Verhalten, die Verhaltensänderung erzeugt eine gesellschaftliche Wirkung. Dies gilt jedoch wohl nur für bestimmte Aufgabenbereiche, z. B. für Subventionen (siehe oben Fallgruppe b: Fördermaßnahmen veranlassen Hausbesitzer zu Investitionen in Energieeinsparung (= Impact) und damit zur Einsparung von Energie und Verringerung des CO2-Ausstoßes (= Outcome), es kann auch genau umgekehrt sein: polizeiliche Kontrollen bewirken (objektiv) weniger Straftaten und dadurch ein größeres Gefühl der Sicherheit.
"Impact" wird nicht durchgängig verwendet, z. T. werden alle Wirkungen der Leistung als "Outcome" bezeichnet.
implizit
nicht ausdrücklich gesagt, aber mit gemeint, unausgesprochen, aus dem Zusammenhang
zu erschließen. Oft sind z. B. Ziele zum Teil
implizit; eine Forderung im Rahmen des Neuen Steuerungsmodells
ist die Abkehr von Zielunklarheiten durch (nur) implizite Zielvorstellungen,
also die Formulierung expliziter Ziele.
Implizites Wissen ist nicht in Worten und Zahlen
formuliert oder formulierbar und u. U. unbewusst.
Improvisation
Organisatorisch: eine vorläufige oder befristete oder eine ad hoc-Regelung,
z. B. Aufgabenerledigung für die Dauer des Umzugs in ein neues Gebäude, im Gegensatz
zu Organisation als auf Dauer angelegte, für
eine unbestimmte Zahl von Fällen geltende Regelung. Umgangssprachlich: Handeln
ohne Vorbereitung, aus dem Stegreif.
Indikator
Kennzahl oder "Anzeiger" für bestimmte
Systemzustände, -eigenschaften oder -leistungen und Aspekte der Systemumwelt.
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Information
jedwede Aussage über Sachverhalte und Sachverhaltselemente (Fakten, Meinungen,
auch Aussagen über Normen, Kunstwerke usw.). Informationen müssen für den Austausch
zwischen Menschen untereinander, zwischen Menschen und Maschinen oder Maschinen
untereinander (Kommunikation) durch Zeichen
nach vorgegebenen Regeln dargestellt werden, um übermittelt werden zu können;
vgl. Wissen, Nachricht,
Daten, Kanal.
Informatik
Wissenschaft von der automatisierten Informationsverarbeitung
Informationsbedarf
Der Informationsbedarf beschreibt die Art, Menge und Qualität der Daten
und Informationen, die für Planung, Entscheidung oder Kontrolle benötigt werden.
Die Merkmale des Informationsbedarfs können sein:
Informationsbedarfsanalyse
Die systematische Erhebung des Informationsbedarfs beim Nutzer der Information
unter Verwendung von Erhebungstechniken.
Informationsmanagement
Management des Produktionsfaktors "Information", insbesondere der Beschaffung
und Bereitstellung von Informationen, durch Management der Daten, Prozesse und
Anwendungen und Planung und Realisierung einer geeigneten Systemarchitektur,
durch Controlling unterstützt. »Wissensmanagement
Informationssicherheit (IT-Sicherheit / Datensicherheit)
Gewährleistung von
der Daten und der für ihre Verarbeitung benötigten Vorgänge im Interesse der informationsverarbeitenden Stelle (durch diese Zielrichtung unterscheidet sich Informationssicherheit vom Datenschutz).
Informationssicherheit/IT-Sicherheit ist eine Aufgabe, mit diesem Begriff wird aber auch der gewünschte oder erreichte Sicherheitsstand bezeichnet. Informationssicherheit als Aufgabe ist Folge der Verpflichtung zum Datenschutz, aber auch der Verpflichtung zur Gewährleistung der Funktionsfähigkeit der Verwaltung.
Der Vorschlag der Konferenz der Datenschutzbeauftragten 1999 für die Neuformulierung von § 14 BDSG ersetzt den 4. Aspekt, "Verbindlichkeit" durch:
Informationstechnik - IT -
Alle technischen Mittel, die der maschinellen oder maschinell unterstützten
Erzeugung, Speicherung, Verarbeitung oder Übertragung von Informationen dienen;
alle dazu erforderlichen Komponenten einschließlich der Programme und der technischen
Voraussetzungen für die Kommunikation. International und in der Bundesverwaltung
gängige Bezeichnung für die (Fragen der) technikunterstützte Informationsverarbeitung.
Synonym: Informations- und Kommunikationstechnik (IuK), technikunterstützte
Informationsverarbeitung (TUI). Frühere Bezeichnungen: EDV, ADV, DV
informelle Organisation
tatsächlich bestehende Strukturen in einer Institution neben oder sogar
entgegen der formal festgelegten Organisation;
insbesondere Informations- und Abstimmungsstrukturen. »Formalisierung
innerbetriebliche Leistungsverrechnung
Verrechnung von internen Leistungen, z. B. Serviceleistungen
der Querschnittseinheiten, auf die externen Leistungen. Als Bestandteil der
Gemeinkosten, Einzelkosten
Innovation
allgemein "Erneuerung", Neuerung, Verbesserung, fachlich: die Umsetzung
von (neuen) Ideen in Produkte, Dienstleistungen, Service, Prozesse,
Strukturen, Verhaltensweisen. Dabei können Kreativitätstechniken
eine wichtige Rolle spielen. Die Entwicklung neuer Ideen wird "Invention"
genannt. Die Nutzung des Potenzials der Mitarbeitenden für Innovationen
ist Ziel von Ideenmanagement bzw. des Vorschlagswesens.
Innovationsforschung
untersucht die Voraussetzungen für das Entstehen und die Durchsetzung von
Innovationen, bekannt ist u.a. das von Eberhard
Witte beschriebene Promotorenmodell zur Umsetzung
von Innovationen.
Input,
Inputsteuerung
im Public Management die Ressourcen, die verwendet werden, um die Leistungen,
den Output, zu erzeugen (Systemmodell).
Allgemein in der Systembetrachtung jedwede Art von Eingabe(n): das, was in ein
Verfahren, einen Arbeitsprozess oder allgemein in ein System
an Arbeit, Energie, Material, Informationen eingegeben und vom System verarbeitet
wird. »Throughput, Output,
System.
Im Verwaltungsmanagement wird als Input die Eingabe von Finanzmitteln und andere Ressourcen in das System "Verwaltung" bezeichnet, die Steuerung der Verwaltung über den kameralen Haushalt wird als Inputsteuerung der - notwendigen - Outputsteuerung gegenübergestellt. Beispiel für die klassische Inputsteuerung ist , dass der Haushaltsplan vorgibt, wie der Hausmeister bezahlt wird, aber nicht, wie viele Leistungen in welcher Qualität vom Amt/der Behörde erbracht werden, und Umfang und Qualität der erbrachten Leistungen auch nicht erfasst werden, darüber keine Rechenschaft abgelegt wird. Produkthaushalt, Neues Steuerungsmodell, System. Mehr ...
Inputsteuerung siehe Input
Insourcing
1. Privatwirtschaftlich oft: Vor-Ort-Service von Externen:
Leistungen werden zwar durch Auftragnehmer erbracht, aber im eigenen Unternehmen
/ in der eigenen Behörde, weitgehend eingegliedert in die internen Prozesse.
Dadurch unterscheidet sich dieser Fremdbezug von Teilleistungen von Outsourcing,
bei dem Leistungen oder Teilleistungen in eigener Regie des Auftragnehmers (des
Outsourcers) erbracht werden. Da "Outsorcer" oft beide Arten der Leistungserbringung
anbieten, könnte Insourcing auch als eine modifizierte Art des Outsourcing
verstanden werden. Die Abgrenzung kann im Einzelfall schwierig sein, z. B.
bei der Betreuung der IT durch einen externen IT-Dienstleister, der z. T.
Leistungen "vor Ort" erbringt. 2. Z. T. verwendet
als Bezeichnung für das Gegenteil von Outsourcing,
d. h. die Übernahme von bisher extern vergebenen (Teil-)Leistungen
in Eigenherstellung. 3. In der öffentlichen Verwaltung
auch verwendet für die Erbringung von Leistungen für Externe außerhalb
des öffentlichen Auftrags, um z. B. eine bessere Auslastung oder Einnahmen/Erlöse
zu erzielen, z. B. Leistungen für Externe durch die kommunalen Werkstätten
und andere Service-Einrichtungen, Druckaufträge für Externe durch
Behördendruckereien. Da dies in Konkurrenz zu privaten Anbietern geschieht,
problematisch, zumal wenn die Preisgestaltung sich an der Erzielung (nur) eines
Deckungsbeitrages orientiert statt an den
Vollkosten und die Befreiung von der Mehrwertsteuer
ausgenutzt wird, also ungleiche Wettbewerbsbedingungen bestehen. »Privatisierung,
Contracting Out
Instanz (Singularinstanz, Pluralinstanz)
1. Stellenart: Stelle (Dienstposten) mit
Weisungsbefugnis 2. Leitungsorgan, Ebene in der Hierarchie
(Rangordnung). In der öffentlichen Verwaltung sind Instanzen in der Regel "Singularinstanzen": werden von einer Person wahrgenommen, auch auf der obersten Ebene (Präsident/Präsidentin) und nicht von einem "Kollegium" (Pluralinstanz), z. B. einem Vorstand, während in der Wirtschaft Pluralinstanzen in Gestalt eines Vorstandes häufig sind. Allerdings ist die Situation differenziert dadurch, dass Vorstandsmitglieder jeweils ein Ressort haben, in dieser Ressortverantwortung aber "Singularinstanz" sind. Nur für Angelegenheiten, die der Vorstand als Ganzes entscheidet, trifft die Kennzeichnung als Pluralinstanz zu. Vorstandsmitglieder sind also Sinularinstanzen und Mitglieder einer Pluralinstanz.
Institution
Einrichtung,
gängige Bezeichnung für eine Organisation im
Sinne eines sozialen Systems (s. die Grafik); z. B.
eine Behörde, ein Amt, eine Firma, ein Betrieb, ein Unternehmen. Eine Institution
"hat" eine "Organisation"
im Sinne der Struktur, in ihr laufen Prozesse
ab, sie erbringt Leistungen (gibt Leistungen nach
außen ab). Davon zu unterscheiden ist der juristische Begriff der Institution
i.S. der "institutionellen Garantie" z. B. des Eigentums.
Internationales
Institut für Verwaltungswissenschaften (IIAS / IISA)
eine internationale Organisation
für alle Fragen im Zusammenhang mit Regierung und Verwaltung, aus Sicht unterschiedicher Disziplinen und interdisziplinär, die u. a. internationale Tagungen ausrichtet. Sie hat nationale Sektionen, im deutschsprachigen Bereich bedeutend ist vor allem die Schweizerische Gesellschaft für Verwaltungswissenschaften (SGVW). Die Abkürzungen stehen: "IIAS" für "International Institute of Administrative
Sciences", "IISA" für "Institut international des Sciences administratives". Website: http://www.iias-iisa.org.
Interview
mündliche Befragung, d. h. Erhebungstechnik,
bei der Informationen durch die Auskünfte von Personen gewonnen werden.
Damit wird eine sofortige Reaktion auf Fragen erreicht, im Unterschied zur schriftlichen
Befragung mit Fragebögen oder durch "Selbstaufschreibung". Durch
den Einsatz von Interviewern arbeitsaufwändig, liefert aber u. U. bessere
Ergebnisse. Mehr ...
Bei der Personalgewinnung wird das Interview mit Bewerbern als Auswahlgespräch bezeichnet, siehe strukturiertes Interview und zur Interviewtechnik bei der Personalauswahl den Beitrag von Litzcke.
Invention
"Erfindung", Entwicklung einer neuen Idee. Sie kann abstrakt oder
konkret sein. Die Umsetzung der neuen Idee in ein neues Produkt, Verfahren usw.
wird als Innovation bezeichnet. »Ideenmanagement,
Investition
allgemein die Verwendung finanzieller Mittel. In der öffentlichen Verwaltung
wird damit zumeist eine Sachinvestition verstanden, d. h. die
Anlage von Finanzmitteln in Vermögensgegenstände, um öffentliche Aufgaben
überhaupt oder besser oder kostengünstiger oder wirtschaftlicher
zu erfüllen. Für diese Sachinvestitionen ist wesentlich die Bindung
von Mitteln für einen Zeitraum länger als ein Jahr. Deshalb dürfen
die investierten Finanzmittel nicht unmittelbar als
Kosten angesetzt werden. Für die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit
ist wichtig, dass Sachinvestitionen Fixkosten
verursachen, die unabhängig von der Nutzung des Vermögensgegenstandes anfallen
(siehe Investitionsrechnung).
Weitere Investitionsarten sind
Investitionsrechnung
Verfahren zur Bewertung von Investitionen, insbesondere
um Alternativen vergleichbar zu machen, z. B. Kostenvergleichs-,
Rentabilitätsrechnung, Kapitalwertmethode,
Nutzwertanalyse (bezieht nicht-monetären Nutzen ein).
Einzelheiten s. die Arbeitsanleitung des BMF für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen.
IPSAS
International Public Sector Accounting Standards, ein internationales Regelwerk
zur Rechnungslegung für die öffentliche Verwaltung und andere nicht-kommerzielle
Einrichtungen (Non-Profit-Unternehmen), geschaffen von dem International
Public Sector Accounting Standards Board (IPSASB). IPSAS wird u. a.
bereits von OECD und NATO verwendet, ist Grundlage des "Neuen Rechnungsmodells (NRM)" der Schweizer Bundesverwaltung, die Verwendung durch die Europäische
Kommission ... Mehr ...
irrational
nicht folgerichtig, unlogisch, nicht konsequent auf die Erreichung eines Zweckes
ausgerichtet. »Rational
ISO
1. International
Organization for Standardization, Internationaler Normenausschuss. 2. Abkürzung
für Norm der ISO, z. B. ISO 9000
ff. = Normenfamilie zum Qualitätsmanagement der ISO. DIN, EN, Mehr ...
ISO 9000 (DIN EN ISO
9000)
1. Kurzbezeichnung für die internationale Qualitätsmanagement-Normenfamilie
ISO 9000 bis 9004 der ISO,
2. die Grundnorm dieser Qualitätsmanagement-Normenfamilie, aktuell gültig
in der Fassung ISO 9000:2005-12 (vorherige Fassung: ISO 9000:2000) mit dem Titel "Qualitätsmanagementsysteme –
Grundlagen und
Begriffe".
Die Normen der ISO-Normenfamilie 9000 sind als europäische und deutsche Normen übernommen worden und werden deshalb in Deutschland vollständig zitiert mit dem Zusatz "DIN EN". Ein weiterer Zusatz gibt die Fassung an, z. B. "DIN EN ISO 9001:2008" für die Zertifizierungsnorm 9001 (»Zertifizierung) der Normenfamilie in der Fassung des Jahres 2008.
Die ISO-Normenfamilie 9000 umfasst die drei Kernnormen 9000 bis 9003 sowie die Partnernorm ISO 9004, in der Fassung 2009 mit dem Titel: "Leiten und Lenken für den nachhaltigen Erfolg einer Organisation - ein Qualitätsmanagementansatz", die die Weiterentwicklung des Qualitätsmanagements in Richtung umfassendes Qualitätsmanagement (TQM) beschreibt und anleitet.
Die Begriffe des Qualitätsmanagements sind ergänzend in einer eigenen deutschen Norm definiert: DIN 55350-11 Begriffe zum Qualitätsmanagement (2008-05).
»Qualitätsmanagement, Die acht Grundsätze des Qualitätsmanagements nach ISO 9000.
ISO 9001 (DIN EN ISO
9001)
Die internationale Norm für Qualitätsmanagement, nach der eine Zertifizierung erfolgen kann, aktuell gilt sie in der Fassung DIN EN ISO 9001:2008 mit der Bezeichnung "Qualitätsmanagementsysteme –
Anforderungen". Sie gehört zur ISO 9000-Normenfamilie. So gilt z. B. die Norm ISO 9000 ("Grundlagen und Begriffe") automatisch mit, weil sie die grundlegenden Definitionen enthält.
Ergänzend zu ISO 9001 gibt es eine IWA-Empfehlung für die Kommunalverwaltung: IWA 4:2009 Quality management systems -- Guidelines for the application of ISO 9001:2008 in local government.
Computer (Parkinson) |
Informationstechnik
(IT, IKT, IuK)
alle Systeme und ihre Elemente, die der maschinellen oder maschinell unterstützten
Erzeugung, Speicherung, Verarbeitung oder Übertragung von Informationen
dienen, einschließlich der Programme
und der technischen Voraussetzungen für die Kommunikation, oft auch einschließlich des Personals, der Wissensbestände, der IT-spezifischen Organisation und der Prozess. International
und in der Bundesverwaltung gängige Bezeichnung für die (Fragen der)
technikunterstützte Informationsverarbeitung. Synonym: Informations- und
Kommunikationstechnik, abgekürzt IKT oder IuK, technikunterstützte Informationsverarbeitung
(TUI). Frühere Bezeichnungen: EDV, ADV, DV
ITIL
Abkürzung für "Information Technology Infrastructure Library" und Trademark des Office of Government Commerce (OGC), UK, eine öffentlich verfügbare fachliche Dokumentation zur Planung, Erbringung und Unterstützung von IT-Serviceleistungen und ein Best Practice Leitfaden für Service Management, international als Standard verwendet
IT-Wibe frühere Bezeichnung für Wibe
IWF - Internationaler Währungsfond, siehe IMF
iterativ
sich schrittweise in wiederholten Verfahrensschritten der endgültigen Lösung
annähern, z. B. bei Entwicklungsvorhaben nach dem Gegenstromverfahren.
Jahresabschluss
zum Ende eines Geschäftsjahres von allen Kaufleuten (im Sinne des Handelsrechts)
vorzunehmende Dokumentation des Geschäftsjahres durch Bilanz,
Gewinn- und Verlustrechnung und ggf. Lagebericht.
Jahresarbeitszeit
verfügbare Arbeitszeit einer Normalarbeitskraft als Rechenwert für die Personalbedarfsberechnung.
Der Wert berücksichtigt: 365 Kalendertage abzüglich: - 104 Tage am Wochenende
- durchschnittlich auf einen sonst arbeitspflichtigen Wochentag fallenden Feiertage
(10) - die durchschnittlichen Ausfälle durch Urlaub und ganztägige Dienstbefreiungen
- die durchschnittlichen Ausfälle durch Krankheit, Kur- und Heilverfahren usw., multipliziert mit der durchschnittlichen Arbeitszeit pro Tag.
Es ergibt sich die durchschnittliche gesetzliche/tarifliche Anwesenheitszeit
eines Mitarbeiters. Für eine einheitliche Berechnung werden diese Werte von verschiedenen amtlichen Stellen veröffentlicht, z. B. vom Bundesfinanzministerium im Rahmen der Bekanntgabe der Personalkostensätze. (Berechnung: Druckfassung,
Excel95-Datei)
Bei der Ermittlung des Personalbedarfs sind ggf. noch die persönlichen Verteilzeiten zu berücksichtigen, wenn sie nicht in den Grundzeiten enthalten sind.
Jahresarbeitszeitbedarf »Jahresnettoarbeitszeit
JAM (Jahresarbeitsminuten)
In der Praxis übliche, aber unglückliche Bezeichnung für die in Minuten pro
Person und Jahr [Min/(Person*Jahr)] nach gesetzlichen und tariflichen Regelungen
verfügbare Arbeitszeit einer Normalarbeitskraft.
Jahresarbeitszeit Mehr ...
Online-Verwaltungslexikon © B. Krems 1999-2010Online-Verwaltungslexikon
kalkulatorische Kosten
Kosten, denen kein Aufwand (Zusatzkosten) oder
ein Aufwand in anderer Höhe (Anderskosten) entspricht, die aber für die wirtschaftliche
Betrachtung als Ressourcenverzehr bzw. für die Vergleichbarkeit von Alternativen
berücksichtigt werden müssen: Abschreibung (Ausgleich für die Wertminderung durch Nutzung von Anlagevermögen), kalkulatorische
Zinsen (Ausgleich für Kapitalbindung), kalkulatorische Miete
(Ausgleich für die Nutzung von Grundstücken, Räumen usw., deren Eigentümer
die Institution selbst ist), Wagniskosten (für nicht versicherte Risiken). Siehe auch KLR-Glossar. Kalkulatorische Kosten sind nicht
"haushaltswirksam", eine der Gründe, warum die Kameralistik zur Unwirtschaftlichkeit beiträgt: diese Kosten werden deshalb bei Entscheidungen, die sich nur am "kameralen Haushalt" orientieren, nicht berücksichtigt, diese Entscheidungen verletzen damit das Wirtschaftlichkeitsgebot.
Mängel der Kameralistik: |
Kameralistik
Das traditionelle Rechnungssystem der öffentlichen Verwaltung im Gegensatz zur Doppik, der kaufmännischen doppelten Buchführung.
Es beschränkt sich auf den Nachweis von Einnahmen und Ausgaben (Ressourcen-Input),
erfasst nicht den Output (Art und Zahl der Produkte)
und auch nicht Wertveränderungen durch Ressourcenverbrauch, das Vermögen oder
die Effizienz der Mittelverwendung. Um Ressourcenverbrauch
und Effizienz zu erfassen, wird die Kosten-
und Leistungsrechnung (KLR) benötigt, insgesamt eine doppische Verbundrechnung (siehe Doppik).
Kapazität
Leistungsfähigkeit einer Einheit in einem bestimmten Zeitabschnitt
(Leistungspotenzial, unabhängig von der tatsächlichen Leistung);
Aufnahmefähigkeit, Fassungsvermögen; auch: hervorragender Fachmann. Da Kapazität
die Bereitstellung aller Faktoren für die Leistung bedeutet, verursacht
sie Fixkosten und stellt sich das Problem einer
optimalen Auslastung.