EAPAA Online-Verwaltungslexikon
European Association for Public Administration Accreditation: ein Zusammenschluss
von europäischen Hochschulen zur Akkreditierung
von Studiengängen bzw. Studienprogrammen im "Public Management".
Damit sollen Qualität der Studienprogramme und die wechselseitige Anerkennung
von Studienleistungen erleichtert werden - entsprechend den Zielsetzungen des
Bologna-Prozesses. EAPAA-Website
EBIT
"earnings before interest and taxes", Erträge aus dem operativen Geschäft ohne Berücksichtigung von Zinsen und Steuern, eine Finanzkennzahl für den operativen Erfolg. Sie ermöglicht Vergleiche der - gewöhnlichen - Ertragskraft unabhängig davon, wie Aktivitäten finanziert worden sind und ohne Verzerrungen durch die Steuerbelastung.
EDV
elektronische Datenverarbeitung; heute IT
(Informationstechnik), früher auch
ADV (automatisierte DV) genannt.
Effektivität
(engl.: effectiveness)
Wirksamkeit, Grad der Zielerreichung, d. h. das Ausmaß, in dem die
Leistungen der Verwaltung (Output) die gewünschten
bzw. geplanten Wirkungen (Outcome) erreichen (Systemmodell).
Es geht also um die Frage "Tun wir richtigen Dinge". Auch:
Nutzen für den "Kunden" bzw. den Adressaten oder die
Allgemeinheit. Z. T. abweichend (allgemeiner) formuliert ISO
9000:2005: "Ausmaß, in dem geplante Tätigkeiten verwirklicht
und geplante Ergebnisse erreicht werden" (ISO 9000:2005 Nr. 3.2.14).
In dieser Bedeutung politisch wichtiger als Effizienz oder Wirtschaftlichkeit. Denn: effizient in die falsche Richtung zu rudern führt nie zum Ziel, Effizienzsteigerung bringt keine besseren Ergebnisse. Siehe auch Wirkungsrechnung, Controlling sowie die Mehr ...
| Effektivität = Effizienz = (Peter F. Drucker) |
Effizienz (engl.: efficiency)
Verhältnis Input zu Output,
der Leistung zu den Kosten
und/oder zu anderen Nachteilen/Opfern. Damit entspricht "Effizienz"
in vielen Fällen der Wirtschaftlichkeit.
Vereinfacht: "Die Dinge richtig tun", im Unterschied
zur Effektivität ("Die richtigen
Dinge tun"). Effizienz ist wichtig, aber effizient die falschen Dinge zu
tun bleibt Verschwendung und verletzt den Auftrag der öffentlichen Verwaltung.
Effektivität ist also wichtiger, Strategie
geht vor Effizienz. Beispiel: größere Schulklassen steigern die Effizienz (geringere
Kosten pro Unterrichtsstunde pro Schüler), aber nicht die Effektivität,
d. h. die Erreichung der Bildungs- und Erziehungsziele. Umgangssprachlich
und in der Praxis teilweise abweichend verwendet. Mehr ...
EFK - Eidgenössische Finanzkontrolle
die Rechnungsprüfung der Schweiz auf Bundesebene, vergleichbar dem deutschen Bundesrechnungshof (BRH). Dabei hat die Wirkungskontrolle einen besonderen Stellenwert durch den Auftrag in Art. 170 der Schweizer
Bundesverfassung, Maßnahmen des Bundes auf ihre Wirkungen zu überprüfen. Die EFK arbeitet an der Umsetzung dieses Verfassungsauftrags z. B. durch Evaluationen und die Entwicklung von Standards für eine Wirkungskontrolle, siehe den Bericht "Wie
messen die Ämter die Wirkungen
ihrer Handlungen? Evaluation des Informationssystems in zehn Bundesämtern": deutsche
Kurzfassung, publiziert
von der SGVW / im Online-Archiv, Gesamtbericht auf französisch.
EFQM, EFQM-Modell
(für Excellence) Ausführlich
...
European Foundation
for Quality Management (Europäische Stiftung für Qualitätsmanagement), eine
gemeinnützige Organisation, der über 800 Mitglieder (Firmen, nationale Qualitätsorganisationen)
aus den meisten europäischen Ländern angehören (Stand: Januar 2000). Sie hat
das EFQM-Modell für Excellence entwickelt, das jetzt in der Fassung 2010 gilt (siehe Grafik), und vergibt jährlich den Europäischen Qualitätspreis (EQA)
auf der Grundlage dieses Modells. Verschiedene Bundesländer vergeben einen
Qualitätspreis ebenfalls auf dieser Grundlage, auf deutscher nationaler Ebene ist
es der Ludwig-Erhard-Preis.
Das EFQM-Modell ist ein Modell zur Umsetzung von TQM und hat weite Verbreitung und hohe Akzeptanz gefunden ... Mehr ... , CAF

EG
Europäische Gemeinschaft (Vorläufer der EU). Der Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft liefert die Rechtsgrundlage für bestimmte Rechtsakte der EU, weshalb die Abkürzung "EG" bei der Benennung dieser Rechtsakte weiter verwendet wird, z. B. für auf diesen Vertrag gestützte Verordnungen der Kommission der Europäischen Gemeinschaft: "Verordnung (EG) Nr. X/Y" (Zählnummer/Jahr der Verkündung).
E-Government Ausführlich
...
"Elektronisches" Regieren und Verwalten, d. h. unter Nutzung des Internets,
um Informationen bereit zu stellen (Information), Informationen auszutauschen
(Kommunikation) oder Verwaltungsvorgängen abzuwickeln (Transaktion).
|
Abbildung: E-Government-Struktur Quelle: Schuppan/Reichard: |
Als Kunden/Adressaten kommen in Betracht Bürger (G2C), private Unternehmungen (G2B), andere öffentliche Stellen (G2G) und die Beschäftigten (G2E). Die Gesamtstruktur könnte wie in der Abbildung gestaltet sein. Aus Bürgersicht ... Mehr ...
EGPA
European
Group of Public Administration, Brüssel, eine Regionalgruppe der IIAS,
dem Internationale Institut für Verwaltungswissenschaften. Die EGPA hat das
Ziel, Kontakte und den Austausch zwischen verwaltungswissenschaftlichen Wissenschaftlern
und Praktikern zu fördern, u. a. durch jährliche Tagungen. EGPA-Website
"eh-da-Kosten"
nicht haushaltswirksame Kosten, also der Verbrauch von Ressourcen (Arbeitszeit, interne Dienstleistungen, Sachmittel (Räume, technische Ausstattung) usw.), die "schon bezahlt" und deshalb "eh da" sind, der nicht zu Ausgaben, der Inanspruchnahme von Haushaltsmitteln, führt. Die Verwendung dieser Ressourcen wird in der Kameralistik, dem klassischen Haushalt der öffentlichen Hände, nicht gesondert erfasst, bedarf also keiner Rechtfertigung durch eine Leistung für einen externen oder internen Kunden/Empfänger, die diese Kosten wert ist. Die fehlende Erfassung dieser Kosten ist ein Kernpunkt der Kritik an der Kameralistik.
Eingangsempfänger
der Funktionsträger, der als erster eine von außen eingegangene Geschäftssache
inhaltlich zur Kenntnis nimmt; i.d.R. einer Instanz
vorbehalten. (»Geschäftsgang)
Einlinienorganisation
(-system)
ein »Strukturtyp, bei dem eine Stelle nur von
einer übergeordneten Stelle Weisungen erhält, im Gegensatz zum Mehrliniensystem.
Einnahmen
Geldeingänge durch Einzahlung oder Verrechnung; Erlöse,
Ertrag, Ausgabe
Einzelkosten (direkte
Kosten)
unmittelbar und verursachungsgerecht zurechenbare Kosten,
z. B. beim Produkt "Führerschein" die Personalkosten des
Prüfers und die Materialkosten des Führerscheins. Gegensatz: Gemeinkosten.
Einzelkosten plus Gemeinkosten ergeben Vollkosten
- wobei allerdings fraglich ist, ob Entscheidungen auf der Grundlage von Vollkosten
getroffen werden sollten (mehr dazu). Einzelkosten
können variabel oder fix
sein.
Gegenstand der Ermittlung von Einzelkosten ... Mehr ...
EIPA
European Institute of Public Administration (Europäisches Institut für öffentliche
Verwaltung). Das 1981 anlässlich des ersten Europäischen Rates in Maastricht
gegründete Institut wird von den Verwaltungen der Mitgliedstaaten der EU und
der Europäischen Kommission finanziert, die auch im Verwaltungsrat vertreten
sind. Aufgaben sind Fortbildung, Forschung und Beratung. Das EIPA ist auch an
dem Europäischen Qualitätsmanagementsystem CAF beteiligt
und dokumentiert
es im Internet. EIPA-Website:
http://www.eipa.nl
Eisenhower-Prinzip siehe Portfolio-Analyse
E-Learning
"elektronisches Lernen", Lernen mit Hilfe
von elektronischen Medien, insbesondere Computer Based Training
(CBT), Web Based Training (WBT), auch "webucation"
genannt, Virtual Classroom (VC), Tele-Teaching (aufgezeichnete
konventionelle Unterrichtsveranstaltung, ggf. ergänzt um eine parallele Folien-Präsentation).
Es kann durch weitere Elemente unterstützt werden, z. B. durch Tutoren per
E-Mail, Chats (gleichzeitige Anwesenheit der Beteiligten im virtuellen Chatroom
erforderlich), usw. Inzwischen ist es weitgehend gesichert und akzeptiert, dass E-Learning kombiniert werden muss mit anderen, interaktiven Lernangeboten und möglichst mit Präsenzlernen: Blended Learning.
E-Mail
(Schreibweise lt. Duden, üblich auch "eMail", "Mail" oder "mail")
Elektronische Nachricht, die in Netzen übermittelt und auf einem Server in einem
elektronischen Postfach bereitgestellt wird. Die E-Mail-Adresse ist der Name
des elektronischen Postfachs, unter dem die Nachricht eingesehen oder abgerufen
werden kann.
EMAS
„Eco-Management and Audit
Scheme“, zertifiziertes
freiwilliges Umwelt-Management nach der EG-Öko-Audit-Verordnung
Der Aufbau eines UMS und die Abläufe entsprechen seit 2001 auch bei EMAS der ISO 14001, EMAS geht aber über ISO 14001 hinaus.
Informationen im Internet http://www.emas-logo.de/ und Umweltbundesamt.
emergent
entstanden und sichtbar werdend; nicht bewusst gestaltet, sondern im Laufe einer
Entwicklung gewachsen, wie z. B. Organisationskultur,
Tradition, implizite (nicht ausdrücklich formulierte)
Entscheidungsregeln, Strategien; also genuin soziale
Phänomene, die erst dadurch entstehen und bedeutsam werden, dass sich übereinstimmende
Vorstellungen und/oder Verhaltensweisen bei einer größeren Zahl von Organisationsmitgliedern
entwickeln bzw. vorhanden sind. Gegensatz: intendiert, (positiv) gesetzt, bewusst
gestaltet. Vgl. Schreyögg, Organisation,
2. Aufl., 6. Kapitel.
emotional
gefühlsmäßig im Gegensatz zu rational.
Empathie
Einfühlungsvermögen, Fähigkeit zu Mitgefühl, die Welt durch die Augen eines
anderen zu sehen.
Empfindlichkeitsanalyse
»Sensibilitätsanalyse, Nutzwertanalyse
empirisch
erfahrungswissenschaftlich, d. h. an Tatsachen, Beobachtungen in der
Realität überprüft. Diese Beobachtungen testen theoretische Aussagen mit der
Ziel der Falsifizierung. »Wahrheit,
»Wissenschaft
Empowerment
engl.: Ermächtigung, Einräumung von Handlungsbefugnissen, im übertragenen Sinne im Management und in der Verwaltungsmodernisierung: Eigenverantwortlichkeit ermöglichen, um die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter zu nutzen und ineffiziente zentrale Steuerung durch effizientes Handeln der Akteure vor Ort zu ersetzen.
EN
Europäische Norm, herausgegeben vom CEN,
dem Comité Européen de Normalisation (Europäisches Komitee für
Normung / European Committee for Standardization), Brüssel (www.cen.eu).
Viele DIN-Normen sind Übernahmen europäischer Normen
oder sind ihrerseits in EN übernommen worden, ebenso beruhen europäische
Normen u. U. auf internationalen Normen der ISO.
Entscheidung
verbindliche Festlegung künftigen Verhaltens, Auswahl unter mehreren
Alternativen (Handlungs- oder Gestaltungsmöglichkeiten). Durch die Verbindlichkeit
hebt sich die Entscheidung von Bewertungen ab, die lediglich einen Vorschlag
darstellen. Bewertung und Entscheidung können organisatorisch getrennt
sein: Rangspezialisierung. Typisch ist
diese Trennung im Verhältnis Stab zur Instanz,
Controlling im Verhältnis zum Management
sowie die Funktionen der Steuerungsunterstützung der Querschnittseinheiten,
z. B. der Organisationsstelle (das Organisationsreferat). Äußeres Merkmal
der Entscheidung ist - nach dem Prinzip der Schriftlichkeit
- die Zeichnung. Inhalt der Entscheidung kann ein Einzelfall sein oder eine Regelung und damit eine Meta-Entscheidung: eine Entscheidung über künftige Entscheidungen, sei es als Planung(sentscheidung), Organisation(sentscheidung), Erlass einer Norm.
Entwurf
im Geschäftsgang ein schriftlicher und förmlicher
Entscheidungsvorschlag für eine Verfügung; mit
der abschließenden Zeichnung wird die Verfügung
wirksam.
EPSA
European
Public Sector Award, ein Preis für vorbildliche Modernisierungsvorhaben
von Verwaltungen in Europa, der jährlich gemeinsam von der Bertelsmann
Stiftung, der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer
und der European Group of Public Administration (Brüssel)
vergeben wird. Es ist kein Qualitätspreis, da nicht erfolgreiches Qualitätsmanagement
ausgezeichnet wird. EPSA-Website
E-Procurement
elektronische Beschaffung, elektronischer Einkauf (über das Internet).
Erfolgskontrolle
Nr. 2.2 der VV
zu § 7 BHO (Auszug): Die Erfolgskontrolle umfasst grundsätzlich
folgende Untersuchungen:
Siehe auch: Wirtschaftlichkeit, Effektivität / Wirkung, Outcome, Ziele und Kennzahlen sowie die Arbeitsanleitung für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen des BMF
Ergebnis
in der öffentlichen Verwaltung wird "Ergebnis" zum Teil gleichbedeutend
mit Wirkung (Outcome) verwendet. In der Doppik der
öffentlichen Verwaltung (im Neuen Rechnungswesen) bezeichnet es das monetäre
Ergebnis der Tätigkeit als Gegenüberstellung von Ertrag und Aufwand
(für eine Maßnahme, ein Projekt, Gesamtrechnung für die Verwaltungseinheit
ergibt die (Gesamt-) Ergebnisrechnung.
Ergebnisrechnung
in der Doppik der öffentlichen Verwaltung die zusammenfassende Darstellung
von Ertrag und Aufwand einer Verwaltungseinheit, vergleichbar der Gewinn-
und Verlustrechnung eines privaten Unternehmens. Der Saldo der Ergebnisrechnung stellt den Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag dar. Ein Jahresüberschuss führt zu einer Erhöhung des Eigenkapitals, ein Jahresfehlbetrag zur Verminderung.
Beachte: Mit der Ergebnisrechnung wird die Tätigkeit der Verwaltung nur mit ihren monetären Folgen erfasst, im Unterschied zur Kosten- und Leistungsrechnung, die auch die nicht-monetären Aspekte der Leistungen (Menge, Qualität u. a.) erfasst und die um eine Wirkungsrechnung zu ergänzen ist, um die Folgen der Verwaltungstätigkeit für Outcome, die eigentlichen öffentlichen Anliegen, abzubilden.
Ergonomie (Arbeitswissenschaft)
Wissenschaft von den Leistungsmöglichkeiten und -grenzen des Menschen und den
Belastungsfaktoren bei der Arbeit sowie der besten wechselseitigen Anpassung
zwischen dem Menschen und seinen Arbeitsbedingungen; E. umfasst auch die Entwicklung
von Gestaltungsregeln für Arbeitsplätze (z. B. für Bildschirmarbeit) und
von Verhaltensregeln bei der Arbeit (z. B. Pausenregelungen).
Besondere Bedeutung hat heute die Software-Ergonomie, dazu gibt es verschiedene Normen, z. B. die ISO-Norm 9241 zu den Grundsätzen der Dialoggestaltung. Diese Anforderungen sollten entsprechend auch bei der Gestaltung von Arbeitsprozessen berücksichtigt werden - aus Sicht der Mitarbeitenden, entsprechend aber auch aus Kundensicht, soweit der Kunde Beiträge zum Prozess leistet. Mehr ... (ergonomische Anforderungen nach ISO 9241)
Erhebungstechnik(en)
Technik(en) zur möglichst objektiven, aber auch wirtschaftlichen
Ermittlung von Fakten ohne Bewertung, z. B. Dokumentenanalyse, Interview,
Multimomentaufnahme, Selbstaufschreibung. Mehr ... (Studienmaterial)
Erlass
Schreiben einer obersten Bundes- oder Landesbehörde, gleich welchen Inhalts,
an eine ihr unterstellte Behörde oder Institution, insbesondere die Schreiben
der Ministerien an die Behörden ihres Geschäftsbereichs. Schreiben
anderer Aufsichtsbehörden werden als Verfügung
bezeichnet. Der Inhalt eines Erlasses ist traditionell mit Verbindlichkeit ausgestattet,
in modernen Verwaltungsbereichen inzwischen aber nur, wenn dies ausdrücklich
gesagt wird, da die Beziehungen zwischen den Einheiten eines Konzerns,
wie das Verhältnis im Rahmen einer Neuen Verwaltungssteuerung
sein sollte, nicht immer Weisungsbeziehungen in einem Über-/Unterordnungsverhältnis, sondern z. B. durch Zielvereinbarungen
geregelt sind. Die Kommunikation mit Erlassen und Berichten hat die Tendenz zu autoritärer
Kommunikation ... Mehr ...,
»Bericht.
Erlöse
Einnahmen, die ein Unternehmen/eine Behörde
als Entgelt für eine Leistung erhält.
Ertrag
in Geld bewerteter Wertzuwachs einer Organisation oder einer Organisationseinheit
innerhalb einer Abrechnungsperiode; Aufwand, Wirtschaftlichkeit
Evaluation
Bewertung, Begutachtung von Leistung, Wirkung, Erfolg und/oder Effizienz/Wirtschaftlichkeit von Bildungs- oder anderen Prozessen, Projekten, Programmen, Institutionen usw., mit beratender Funktion im Unterschied zur Akkreditierung. Die nur beratende Funktion der Evaluation
stärkt die Eigenverantwortlichkeit der an den Prozessen Beteiligten (z. B.
der Hochschulangehörigen), sie eignet sich deshalb besonders ... Mehr ...
Excellence
„Exzellenz” (deutsche Schreibweise) steht allgemein für "hervorragende Leistung,
Verfassung, Zustand", "Excellence" steht im EFQM für
„überragende Praktiken in der Führung einer Organisation und beim Erzielen von
Ergebnissen entsprechend dem EFQM-Konzept“.
explizit
ausdrücklich, deutlich, bewusst vorhanden und in Worten und/oder Zahlen formulierbar, z. B. von Zielen (ausdrücklich formulierte im Gegensatz zu geheimen oder unbewussten Zielen),
Wissen (formuliertes oder formulierbares Wissen). Das Gegenteil von implizit.
| Wissen vorhanden | |||
|---|---|---|---|
| ja | nein | ||
| Kenntnis vom Stand des Wissens ("Meta- Wissen") |
ja | 1. Explizites Wissen (man weiß was man weiß) ("known knowns") |
2. Explizites Nicht-Wissen (man weiß was man nicht weiß) ("known unknowns") |
| nein | 3. Implizites Wissen (man weiß nicht was man weiß: unbewusstes Wissen, tacit knowledge) ("unknown knowns") |
4. "Blinder Fleck" (man weiß nicht was man nicht weiß) ("unknown unknowns") |
|
| Wissens-Portfolioanalyse - © Krems - olev.de - Version 1.0 - 2009-03-22 | |||
Norm-Strategien für die Verwendung der Portfolio-Analyse sind noch zu entwickeln. Dabei ist es eine Aufgabe des Wissensmanagements, den Bereich expliziten Wissens zu erfassen und nutzbar zu machen, ihn zu erweitern, indem der Bestand impliziten Wissens erschlossen wird, und ggf. dafür zu sorgen, dass der 4. Bereich möglichst verkleinert wird. Dieser 4. Bereich ist auch ein wichtiger Faktor für das Risikomanagement.
Siehe auch Fähigkeitsstufen.
Online-Verwaltungslexikon © B. Krems 1999-2010 Online-Verwaltungslexikon
Fachvorgesetzter
"Vorgesetzter" im üblichen Sprachgebrauch und nach § 3 Abs. 2 Satz 2 BBG; wer
für die dienstliche Tätigkeit eines Mitarbeiters Anordnungen erteilen kann,
im Unterschied zum Dienstvorgesetzten.
Entscheidungen des Fachvorgesetzten sind i.d.R. nicht rechtlich anfechtbar,
im Gegensatz zu Entscheidungen des Dienstvorgesetzten.
Facility Management
Management von Liegenschaften, das sich von bisheriger Liegenschaftsverwaltung
durch Einsatz teils spezialisierter betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente
unterscheidet. In der öffentlichen Verwaltung bedeutet der Übergang zu F. M.
oft auch, dass für die Nutzung von Liegenschaften nicht nur die - haushaltswirksamen
- laufenden Kosten, sondern auch kalkulatorische
Kosten (Abschreibungen und kalkulatorische Zinsen (alternativ: kalkulatorische
Miete), Wagniskosten) in Rechnung gestellt werden, die bisher bei Entscheidungen
unberücksichtigt geblieben sind (sprich: die Nutzung von Liegenschaften war
bisher zu billig, es fehlten Anreize zur wirtschaftlichen Verwendung, einschließlich
Anreize zur Erzielung von Einnahmen für Liegenschaften oder Teilen, die
nicht für Verwaltungszwecke benötigt werden).
Die Systematisierung erfolgt in der öff. Verw. zum Teil durch Übertragung aller Liegenschaften auf eine einzige Einrichtung, die den Behörden dann die Nutzungsrechte entgeltlich bzw. gegen interne Verrechnung der Kosten überträgt. Neben der Professionalisierung des F. M. wird damit erreicht, dass die tatsächlichen Kosten (= Ressourcenverbrauch) erkennbar und von den Behörden bei ihren Entscheidungen berücksichtigt werden, wie es das Wirtschaftlichkeitsgebot verlangt.